„Sicherheit darf nicht vor dem Cyberraum enden“

Fachtagung: IKZ-Kompetenzzentrum informiert über „Gefahren im digitalen Raum“

Wiesbaden/Großen Buseck. Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, hat bei einem Fachkongress des Kompetenzzentrums Interkommunale Zusammenarbeit (K IKZ) Vertreter der Städte und Gemeinden über das umfangreiche Beratungs- und Förderangebot des Landes informiert. Die Veranstaltung in Großen Buseck stand unter dem Thema „Interkommunale Zusammenarbeit – Gefahren im digitalen Raum“.

„Sicherheit darf nicht vor dem Cyberraum enden. In Hessen bündeln wir deshalb unsere Anstrengungen unter dem Dach der Agenda ‚Cybersicherheit@Hessen‘. Dahinter verbirgt sich eine ganze Bandbreite an Maßnahmen, mit denen wir unsere Bürgerinnen und Bürger und die IT in unseren Kommunen schützen wollen. Hessen ist Vorreiter beim Thema Cybersicherheit. Wir haben frühzeitig mit zahlreichen Initiativen in unsere Zukunft und damit die Sicherheit investiert. Dieser Kongress bietet allen Teilnehmern Fachinformationen aus erster Hand, die kommunale Vertreter nutzen können, um die IT-Infrastruktur vor Ort zu stärken“, so Staatssekretär Werner Koch.

Mit der Agenda Cybersicherheit@Hessen hat sich Hessen schon früh für die Herausforderung im Bereich der Cybersicherheit aufgestellt. Neben dem Maßnahmenprogramm „ODIS“, das die IT-Sicherheit in Netzen und Systemen des Landes verbessert, anwendungsorientierter Forschungsförderung sowie dem Aufbau des „Hessen Competence Center für Cybersecurity“ (Hessen3C) unterstützt das Land die Kommunen durch kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote durch das „Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit“ (KDLZ CS).

Kostenlose IT-Beratung für Kommunen

In Kooperation mit dem IT-Dienstleister „ekom21“ erhalten Städte und Gemeinden mit bis zu 35.000 Einwohnern Unterstützung bei der Analyse der Systeme über Schulungen bis hin zu Softwarelösungen. Insgesamt stellt die Landesregierung für den Zeitraum Januar 2016 bis 2020 hierfür fünf Millionen Euro zur Verfügung.

„Wir wollen mit unserer Initiative die IT-Infrastruktur bei hessischen Kommunen sicherer machen. Wir unterstützen deshalb Städte und Gemeinden mit unseren Experten des Kommunalen Dienstleistungszentrum und bieten ihnen kostenlose, praktische und kompetente Hilfe an. Verwaltungsdaten sind fast immer Bürgerdaten. Diese müssen wir gemeinsam vor Cyberattacken schützen“, sagte Werner Koch.

Die bisherige Bilanz des „Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit“ kann sich bereits sehen lassen. In über 481 Terminen vor Ort wurde die Verwaltungs-IT einer Kommune auf Risiken, Defizite und Verbesserungspotentiale untersucht. 179 Städte und Gemeinde haben darüber hinaus bereits einen individuellen Beurteilungsbericht und Empfehlungen erhalten, wie sie ihre Datenverarbeitung sicherer gestalten können.

Kompetenzzentrum Interkommunale Zusammenarbeit

Das Kompetenzzentrum Interkommunale Zusammenarbeit (K IKZ) unterstützt nicht nur bei der Vermittlung von Experten zur Steigerung der IT-Sicherheit. Es berät Gemeinden und Städte vorwiegend in Rechtsfragen, bei der Projektentwicklung, der Herbeiführung kommunalpolitischer Entscheidungen, informiert über Fördermöglichkeiten und hilft bei der Antragstellung auf Fördermittel. Dazu gehört zum Beispiel die aktive Unterstützung der Kommunen bei der Bildung von Gemeindeverwaltungsverbänden bis hin zur Fusion von Gemeinden. Seit dem Jahr 2009 konnten rund 265 IKZ-Projekte mit einem Finanzvolumen von rund 19 Millionen Euro gefördert werden. An den 265 geförderten Projekten sind mehr als 1.300 Kommunen beteiligt. Statistisch gesehen ist also jede der 444 hessischen Kommunen an 2,9 IKZ Projekten beteiligt.

Herausgegeben vom Hessisches Ministerium des Inneren und für Sport, Wiesbaden, 5. September 2018

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